Eindrücke, die ich nur schwer in Worte fassen kann.

Malawi – Jetzt bin ich wirklich in Kaphatika. Wer hätte das gedacht, dass aus einer spontanen Idee, das wohl größte Erlebnis meines Lebens wird. Die Hinreise war sehr schön und ich habe mich in Kaphatika sofort wohl gefühlt. Ich genieße hier die Ruhe und das, im Gegensatz zu Deutschland, unkomplizierte Leben. Am Sonntag haben wir mit den Katholiken den Sonntagsgottesdienst gefeiert. Viele Christen kamen, um Pater Rodrick’s Predigt und den Chor zu hören. Ich wurde nicht schlecht beäugt, als ich in die kleine Dorfkapelle trat. Der Gottesdienst war ein echtes Erlebnis. Es wurde getanzt und gesungen. Vom kleinen Lächeln bis hin zum herzlichen Lachen war alles dabei. Die Predigt wurde zwar in Chichewa gehalten, aber das authentische Lächeln in den Gesichtern der Menschen zeigte mir, dass Pater Rodrick seine Arbeit wirklich versteht und toll macht. Ich wurde am Ende des Gottesdienstes der Gemeinde vorgestellt und den Leuten wurde erklärt, warum meine Arme tätowiert und so bunt sind. Nach dem Gottesdienst kamen viele Frauen und Männer auf mich zu, um meine Hand zu schütteln und mich willkommen zu heißen. „How are you?“ und „You are Welcome!“ waren Sätze, die ich oft gehört habe. Und genauso habe ich mich gefühlt. Willkommen! Großartige Menschen. Am Nachmittag brachen Bert und ich zu einem größeren Spaziergang durch Kaphatika und nach Malomo auf. Dem Dorf Chef haben wir einen schönen Tag gewünscht und sind dann über die Felder weiter nach Malomo gegangen. Überall hieß es: „You are Welcome, Yvonne!“ Recht schnell hatten uns Kinder erspäht und begleiteten uns während des gesamten Spaziergangs. Sozusagen als „Personal Security“, aber auch, weil sie ziemlich neugierig sind. Nach einer kühlen Cola, frittierten Schweinefleisch und sehr netten Gesprächen ging es von Malomo zu Fuß nach Kaphatika zurück. Den Rückweg werde ich für den Rest meines Lebens in meinem Herzen tragen. Bert, ich weiß nicht, wie ich Dir für dieses Erlebnis danken soll. Danke! Auf halben Weg wurde Bert von geschätzten 50 Kindern erspäht, die sich circa 300 Meter vor uns auf dem Weg befanden und Handball spielten. Wir konnten hören, wie sie „Brother Berdii, Brother Berdii“ riefen. Ein Pulk von Kindern setzte sich daraufhin in einer großen Staubwolke in Bewegung und kam den Berg hinuntergerannt, uns entgegen. Und schon waren wir umringt von unzähligen Kindern mit fröhlichen Stimmen und leuchtenden Augen. Doch plötzlich wurden die Kinder schlagartig still und betrachteten mich, die noch unbekannte Frau mit den vielen Tätowierungen. Das Eis war aber schnell gebrochen und ich schüttelte viele Hände. Die Menschen in Malawi beeindrucken mich sehr. Ihre Freundlichkeit ist echt und nicht von Vorurteilen vergiftet. Ach ja, und die Kinder vom Hinweg waren auch wieder bei uns und gingen das letzte Stück mit uns zurück. Ich freue mich auf die kommenden Tage. Mal sehen, was noch Spannendes passiert. Liebe Grüße aus Kaphatika, Yvonne

8 Antworten auf “Eindrücke, die ich nur schwer in Worte fassen kann.”

  1. Liebe Yvonne! Ich freue mich von ganzem Herzen für Sie! Danke für diesen wunderbaren Einblick! Man kann die Begeisterung richtiggehend Spüren. Genießen Sie die Zeit!! Ich wünsche Ihnen noch viele schöne Eindrücke und Erlebnisse.
    ….und Bert, stell doch bitte noch ein Foto von Yvonne mit den Kindern ein, ich denke alle deine Follower würden sich unheimlich darüber freuen! Danke Brother Berdii (das bleibt dir….)
    Liebe Grüße aus Friedberg an Euch beide
    Patrizia

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