Einfach mal die Seele baumeln lassen. Das tat gut.

Eine wunderschöne Reise geht zu Ende – Nicht zuletzt, weil es auch eine Reise zu mir selbst war! Ich bin Bert unendlich dankbar. Es war gut, dass ich ihn besucht habe. Man spürt, dass Bert ein Afrika-Kenner ist.

Am Mittwochmorgen sind wir mit drei Motorrädern nach Chimbalanga aufgebrochen, um eine einheimische Familie am Buwa-Fluss zu besuchen. Es ging über Stock und Stein. Die Hügel hinauf und wieder hinab. Eine abenteuerliche Fahrt tief ins Hinterland. – Mein armer Hintern – Nach knapp zwei Stunden hatten wir den kleinen Ort erreicht. Die Hütten liegen dort in einer wunderschönen malerischen Landschaft. Für Pkw’s ist es unmöglich Chimbalanga zu errreichen. Und wieder bin ich begeistert von der Gastfreundschaft der Menschen.

Bert und ich wurden mit viel Herz aufgenommen. Für einen Tag und eine Nacht gehörten wir, wie selbstverständlich, zur Familie. Mittlerweile kann ich ein paar Wörter Chichewa und begrüße die Menschen in ihrer Landessprache. Es macht mir Freude so nah mit den Menschen in Kontakt zu kommen.

Die Lebensmittel, die wir von Malomo mitgebracht hatten, haben wir mit allen geteilt. Spagetti kannte in Chimbalanga niemand und so viel mir die Aufgabe zu, die Spagettis zu kochen. Kochen über dem offenen Feuer. In einer Lehmhütte in Malawi. Das war ein Erlebnis! Interessant, dass das Essen den Geschmack des Rauches annimmt.

Am Nachmittag haben wir es uns am Buwa-Fluss gemütlich gemacht. Die hochragenden Felsen im Flussbett sind beeindruckend. Kurz vor Sonnenuntergang wurde mir ein kleiner Verschlag aus Lehm gezeigt, in dem ich mich mit warmen Wasser waschen konnte. Wie wenig man doch zum Leben braucht!

Vor dem Zubettgehen mussten wir schließlich noch eine anderthalb Meter lange schwarze Schlange aus dem Eingang der Toilette vertreiben. Die Nacht haben Bert und ich auf einer großen Strohmatte verbracht. Ich konnte ganz gut schlafen, aber der Boden war doch arg hart.

Nach unserer Rückkehr am nächsten Tag in Kaphatika, haben Bert und ich erneut unsere sieben Sachen gepackt und sind nach Nkhotakota an den Malawi-See gefahren. Ein Traum! Ein Ort, an dem du spürst, wie die Seele gesund wird! Ich konnte es mir nicht verkneifen in den See zu springen. Aller Warnungen zum Trotz. Es war toll! Die zwei Tage mit Bert am Malawi-See waren unbeschreiblich schön und wir haben es uns so richtig gut gehen lassen. Einfach mal die Seele baumeln lassen. Das tat gut.

 

4 Antworten auf “Einfach mal die Seele baumeln lassen. Das tat gut.”

  1. Wie wunderbar! Eine Reise zu sich selbst. Yvonne, das bleibt vielen Menschen verwehrt. Man spürt wie wichtig diese Erfahrung für Sie war und ich wünsche Ihnen alles Gute!
    By the way….ich wäre auch in den See gesprungen 😉. Liebe Grüße Patrizia B.

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    1. Liebe Patrizia, ja die Reise kam genau zur richtigen Zeit. Vielen dank für die guten Wünsche. Vielleicht klappt es ja das wir uns mal kennenlernen. Nun sitze ich in Johannesburg und warte auf den Anschlußflug. Am liebsten würde ich wieder zurück fliegen-aber ich freue mich auch sehr auf zu Hause. Alles Liebe, Yvonne

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    1. Hallo Jörg, schön von Dir zu lesen. Ich würde mich freuen, wenn wir uns irgendwann mal kennenlernen und ein Bier zusammen trinken. Yvonne hatte eine tolle Zeit hier. Grüße sie morgen am Flughafen und mach ihr ein schönes Frühstück. Bis dann…Bert

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